Wenn nicht genug Zimmer vorhanden sind

am . Veröffentlicht in Haushalt

Es kommt immer wieder vor: die Familie ist grösser, als Zimmer vorhanden sind. Idealerweise sollten Kinder ab dem Grundschulalter ein eigenes Zimmer haben, doch nicht immer ist dies möglich. Gerade bei Patchwork-Familien, also wenn die Kinder nicht immer da sind, kommt dies häufig vor.

Da gibt es ein Beispiel von Susanne, welche 2 Kinder mit in die Beziehung gebracht hat und die ständig mit ihr leben. Andreas, ihr neuer Partner, hat 2 Kinder, die aber nur jeweils zur Hälfte bei ihm wohnen. Nun ergeben sich also 4 Kinder mit idealerweise 4 Zimmern. Wenn man aber weniger Zimmer zur Verfügung hat, dann muss man sich anders helfen. Man könnte es zum Beispiel so lösen, indem die Kinder von Andreas mit jeweils einem Kind von Susanne zusammenwohnen. Also ein Kind hat dann zeitenweise ein Zimmer alleine, zeitenweise teilt es das Zimmer mit seinem/ihrem Stiefgeschwister. 

Grosse Zimmer können auch architektonisch unterteilt werden. Dies muss nicht immer mit einer Mauer geschehen. Manchmal reichen Raumteilungen mit Möbeln, sodass in jedem Fall ein privater Bereich für das Kind vorhanden ist, der nur ihm gehört. Betten und Kästen können so gestellt werden, dass sich private Zonen ergeben, wenn schon das eigene Zimmer nicht möglich ist. Diese Zonen sollten auch eine Rückzugszone beinhalten, wo das Kind niemanden sehen muss.

Bei kleinen Kindern ist die Sache einfacher. Kleine Kinder sollten sogar zusammen wohnen. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Sozialisierung. Trotzdem kann es sein, dass sich Stiefkinder nicht gleich von Beginn an vertragen. Hier muss man mit viel Feingefühl die richtige Mischung finden und ein waches Auge auf die Kinder haben.

Arbeiten von zu Hause aus

Mit einem Arbeitszimmern ist das so eine Sache. Man wünscht sich einen Arbeitsplatz, Ruhe und eine entspannte Atmosphäre. Immer mehr Jobs können teilweise auch von zu Hause aus erledigt werden. Es gibt aber kein eigenes Zimmer: hier kann ein abgetrennter Bereich im Wohnzimmer oder der Küche eine gute Möglichkeit bieten. Manchmal ist das aber gar nicht notwendig. Auch ein riesiger Esstisch ladet heutzutage zum Arbeiten ein: leergeräumt und mit dem Laptop auf der Oberfläche, mit guter Aussicht und einer Wohnfühlatmosphäre, lässt sich produktiv arbeiten. Keinesfalls sollte der Arbeitsplatz im Schlafraum aufgebaut werden. Der Schlafraum ist unser Erholungsraum. Wenn man in diesen seine Arbeitswelt mit hineinträgt, ist keine wirkliche Regeneration möglich. 

Kleinraumwohnungen für Singles

Immer beliebter werden sehr kleine Wohnungen, da die Miete billig ist, oder der Kaufpreis irgendwie erschwinglich. Diese Wohnungen, so um die 30 m2, mit einer grossen Terrasse liegen im Trend. Dazu muss auch ein neues Wohnkonzept herhalten. In diesem Konzept sind alle Möbel als Schränke in die Wohnung eingebaut und werden bei Bedarf ausgeklappt. Also da hat man eine Bett-Wand, die am Morgen wieder verschwindet, da hat man einen ausklappbaren Schreibtisch, und dann natürlich auch einen Küchentisch. Obwohl die Wohnung aus nur 2 Räumen besteht, ergeben sich durch das Klappen immer wieder neue Räume und endesletzt spart man sich viel Miete und viel Geld. 

Der Nachteil eines solchen Konzeptes ist: es ist etwas für sehr ordentliche Personen. Denn wenn jemand seine sieben Sachen herumliegen lässt, dann werden sie leicht während des Klappmechanismus zerquetscht. Penible Ordnung ist hier angesagt.

Bei Paaren

Wenn ein Paar auf engem Raum zusammen wohnt, kann es schnell krachen. Jeder benötigt nämlich ab und zu einen Rückzug. So ist es ganz gut, wenn zumindest 2 Räume zur Verfügung stehen, sodass man nicht immer unter ständiger Beobachtung steht. Dieses Naheverhältnis nämlich ist nicht jedermanns Sache. Es kann leicht zum Beziehungskiller werden, denn zu viel Nähe der Erotik und dem Sex eher schadet, als nützt. 

  

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