Der richtige Weg zur Teilzeit

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Es gibt sehr viele verschiedene Modelle, die mehr oder weniger flexibel sind. Möchtest du jeden Tag einige Stunden arbeiten? Brauchst du einen fixen Tag pro Woche für die Familie? Oder willst du vor allem im Sommer Vollgas arbeiten, dafür im Winter mehr Ferien? Von der Tagesteilzeit bis zur Jahresarbeitszeit sind viele Optionen denkbar. Manche Betriebe bevorzugen bestimmte Modelle, jedes hat seine Vor- und Nachteile: Regelmässige Einsätze lassen Beruf und Privatleben besser planen. Mit einer flexiblen Jahresplanung kann man auf Arbeitsanfälle reagieren.

Worauf muss ich achten, wenn ich Teilzeit arbeiten will?

Wichtig sind die Antworten auf folgende 5 Fragen:

1. Ich will Teilzeit arbeiten – was muss ich tun?

Informiere dich darüber, wie es in deinem Betrieb in Bezug auf Teilzeitarbeit aussieht

Teilzeitarbeit ist eine Frage der Betriebskultur. Informiere dich darüber, wie es in deinem Unternehmen punkto Teilzeitarbeit aussieht:

  • Bin ich der erste oder arbeiten hier schon andere Teilzeit? Was machen sie für Erfahrungen?
  • Bin ich der Einzige, oder wollen noch andere ihr Pensum reduzieren? Wo stehen sie in ihren Überlegungen? Haben sie schon mit Vorgesetzten gesprochen?
  • Gibt sich mein Arbeitgeber in seinem Leitbild fortschrittlich und sozial?

Kläre deine Ziele: Was ist dir Teilzeit wert?

Wenn du Teilzeit arbeitest, gewinnst du viel, verzichtest aber auch: Du erhältst weniger Lohn, es kann sein, dass deine Aufstiegschancen kleiner werden, es kann sein, dass dir deine Kollegen ein wenig Liebe entziehen. Dein Leben als Arbeitnehmer könnte etwas komplizierter werden. Also musst du sehr genau wissen, wofür du es machst!

  • Warum will ich Teilzeit arbeiten?
  • Mit welchem Pensum und welchem Arbeitszeitmodell?
  • Was gewinne ich (beruflich, persönlich, familiär)?
  • Was verliere ich?
  • Zu welchen Kompromissen bin ich bereit? Zu welchen nicht?
  • Was, wenn mein Gesuch abgelehnt wird?

Sprich mit dem Chef oder der Chefin

Dein Chef ist dein Partner, wenn es darum geht, dein Arbeitspensum zu verändern. Sei bereit, ihn mit deinen guten Argumenten zu überzeugen, lass dich von einer ersten ablehnenden Reaktion nicht entmutigen. Gehe im Zweifelsfall schrittweise vor.

  • Plane dein Anliegen und bereite dich sehr gut vor.
  • Trete selbstbewusst auf. Du stellst keine Bitte, du machst ein Angebot.
  • Das Angebot ist nicht nur gut für dich, sondern auch für deinen Chef.
  • Dir ist deine Familie wichtig. Und du kannst dich nur genügend um sie kümmern, wenn du Teilzeit arbeiten kannst.
  • Sage, was du brauchst! Bringe konkrete Vorschläge!
  • Zeige Verständnis, wenn dein Chef Bedenken hat.
  • Helfe, Lösungen zu finden – wie wär’s mit einer sechsmonatigen Versuchsphase?
  • Bleibe beharrlich. Versuch es noch einmal.

2. Ich will Teilzeit arbeiten. Was habe ich für Optionen?

Es gibt verschiedene Formen der Teilzeitarbeit. Zum Beispiel:

  • Tagesteilzeitarbeit: Du arbeitest an allen Werktagen, aber mit reduzierter Arbeitszeit
  • Halbtagesarbeit: Du arbeitest jeden Vor- oder jeden Nachmittag.
  • Wöchentliche Teilzeitarbeit: Du arbeitest ganztags, aber nicht an allen Werktagen
  • Rollierende Wochenarbeit: Du arbeitest, zum Beispiel, nur jede zweite Woche, drei von vier Wochen oder immer in der ersten Woche des Monats.
  • Jahresteilzeitarbeit: Du bist frei, wie du die Arbeitszeit übers Jahr gesehen einteilst. Das ermöglicht dir, mal mehr und mal weniger zu arbeiten.
  • Jobsharing: Du teilst mit einer zweiten Person eine Vollzeitstelle.

Sowohl fixe wie auch flexible Arbeitszeitmodelle bringen Vorteile und Nachteile mit sich.

Wenn du dich mit deinem Arbeitgeber auf ein fixes Arbeitszeitmodell, zum Beispiel eine Tagesteilzeitarbeit, einigen kannst, lässt sich dein übriges Leben leicht planen. Auf der anderen Seite kannst du schlecht auf Schwankungen im Arbeitsanfall reagieren.

Mit einem flexiblen Modell, zum Beispiel Jahresteilzeitarbeit, hast du am meisten Freiheiten – sofern du deine Arbeitszeit auch wirklich bestimmen kannst. Allerdings kann die Flexibilität vom Arbeitgeber zum Nachteil des Arbeitnehmers ausgenutzt werden, zum Beispiel indem er ihn „auf Abruf“ arbeiten lässt.

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